Der 1. Mai – geschichtsträchtig und belebend zugleich

Im Jahr 1889 während des Deutschen Kaiserreiches kam es zu den ersten Streikankündigungen der Arbeiterbewegung am 1. Mai , um an diesem Tag für bessere Arbeitszeiten und Arbeitsbedingungen zu demonstrieren. Nur wenige Unternehmer wie der Fabrikant Heinrich Freese, führten ab 1900 einen halben freien Tag am 1. Mai ein. Die SPD setzte sich 1890 dafür ein, den 1. Mai  als Feiertag auszurufen.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurden erneut Forderungen der Sozialdemokraten und Kommunisten laut, den 1. Mai als Feiertag einzuführen. In der Weimarer Republik hatte der 1. Mai nur in einigen Regionen Bestand. Die Arbeitgeber empfanden diesen Tag weiterhin als Provokation.

1929 wurde der 1. Mai zum „Blutmai“. Die KPD organisierte Demonstrationen in Berlin trotz eines Verbots. Es kam zu Schießereien, bei denen es auch Tote gab.

1933 erklärte Adolf Hitler den 1. Mai zum „Feiertag der nationalen Arbeit“. Er nutzte diesen Tag ausgiebig als willkommene Kulisse für seine Paraden und seine Machtdemonstration.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bestätigte der alliierte Kontrollrat im April 1946 den 1. Mai als Feiertag.

In der DDR war der 1. Mai seit der Verabschiedung ihrer ersten Verfassung 1949 ein staatlich garantierter Feiertag. Erich Honecker ließ ab 1956 in Ostberlin Militärparaden zu diesem Anlass durchführen.

In der Bundesrepublik Deutschland übernahm der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) die Verantwortung für die Feierlichkeiten am 1. Mai. Dies geschieht auch heute noch in der Tradition, sich für bessere Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer einzusetzen. Die politischen Kundgebungen werden heute durch kulturelle Rahmenprogramme ergänzt.

Nach der Wiedervereinigung Deutschlands fand zum Beispiel der 1. Mai 1992 unter dem Motto „Teilen verbindet“ statt. [1]

Aus einem ganz anderen Blickwinkel heraus kann man den 1. Mai auch im Zusammenhang mit der Walpurgisnacht betrachten, die zwischen dem 30.4. und 1.5. zelebriert wird. Diese Nacht wird in Teilen von Nord- und Mitteleuropa gefeiert und basiert auf keltischem, germanischem und katholischem Brauchtum.

Namensgeberin dieser Nacht ist die heilige Walpurga – eine Nonne in Großbritannien, die 761 zur Äbtissin ernannt wurde. Sie wurde als Schutzheilige gegen Krankheiten, Hungersnot und Seuchen verehrt.

Blieben die Ernten aus, kam die Pest über das Land oder hatten die Kinder Missbildungen oder wurden gar tot geboren, so suchte man nach Schuldigen: Die Walpurgisnacht steht im Zusammenhang mit dem dunklen Kapitel der Hexenverfolgung. Etliche Frauen und Männer wurden als Hexen und Hexer auf Scheiterhaufen verbrannt – als Sündenböcke für jegliches Ungemach. Man sagte ihnen nach, sie würden in der Walpurgisnacht ums Feuer tanzen und sich auf ihren Besen in die Lüfte erheben. In einigen Regionen Deutschlands, wie zum Beispiel auf dem Brocken im Harz, finden jedes Jahr traditionelle Feiern zur Walpurgisnacht statt. [2]

Am 1. Mai allerdings vertreibt die auserkorene Maienkönigin sowohl den Winter als auch die „bösen“ Mächte und begrüßt gemeinsam mit den Anwesenden den Frühling. [3]

Liebe Kunden, wir wünschen Ihnen einen schönen 1. Mai! Unsere Agentur bleibt am 30.4. und 1.5.2018 geschlossen. Wir sind ab dem 2.5.2018 wieder wie gewohnt für Sie da.

Ihr Team der Second Universe in Bad Orb

Der 1. Mai – geschichtsträchtig und belebend zugleich

Quellen:

  1. http://www.dgb.de/search/++co++d199d80c-1291-11df-40df-00093d10fae2
  2. https://www.ndr.de/ratgeber/verbraucher/Faszination-Hexen-Mythen-und-Wahrheiten,hexen110.html
  3. https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/braunschweig_harz_goettingen/Walpurgisnacht-Feiern-mit-Fuersten-der-Finsternis,walpurgisnacht254.html

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